"Gäid niat" gibt es nicht

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Windischeschenbach

"Gäid niat" gibt es nicht

SPD-Bürgermeisterkandidat Reimund Zeitler gibt sich selbstbewusst - Zwölf-Punkte-Programm

Windischeschenbach. (ab) "Wir stehen vor einer wichtigen Wahl. Einer Wahl, bei der entschieden wird, in welcher Art und Weise es kommunalpolitisch in Windischeschenbach weiter gehen soll. Denn um die Stadt lebenswert zu halten - und nach Möglichkeit noch lebenswerter zu machen - muss für die Bürger das optimalste Milieu geschaffen werden."

 
Wir brauchen eine Gemeinschaft, in die jeder seine Ideen und Vorstellungen einbringen kann, und zwar so, dass sie auch ernst genommen werden.

Reimund Zeitler, Bürgermeisterkandidat der SPD, setzte dabei am Donnerstag bei einer Wahlveranstaltung Prioritäten: "An erster Stelle steht für mich der Mensch mit seinen verschiedenen Bedürfnissen und Wesenszügen. Wir brauchen eine Gemeinschaft, in die jeder seine Ideen und Vorstellungen einbringen kann, und zwar so, dass sie auch ernst genommen werden", so der Bürgermeisterkandidat.

Das Sportheim war schon lange nicht mehr so voll wie am Donnerstag, als die SPD zu einer Wahlveranstaltung eingeladen hatte, bei der im Mittelpunkt die "Regierungserklärung" von Bürgermeisterkandidat Zeitler stand, der "offen, ehrlich und fair" die Ziele und das Programm vorstellte.

Auch alle zwanzig Stadtratskandidaten stellten sich vor und bekräftigten ihre uneingeschränkte Unterstützung zum Wohle der Stadt. Übereinstimmend stellten Zeitler und Stefan Seitz fest: "Wir haben eine Kandidatenliste, auf die wir stolz sind". Mit Blick auf die Kommunalwahlen am 16. März stellte Bürgermeisterkandidat Reimund Zeitler zu Beginn seiner Ausführungen die Frage: "Was braucht der Mensch in Windischeschenbach"?

Die Antwort, die er darauf gab lautete: "Bezahlbaren Wohnraum, Entfaltungsmöglichkeiten in Form von Baugrund, Sicherheit, gute Arbeitsbedingungen, Einkaufsmöglichkeiten, ausreichend Kita- und Kindergarten-Plätze. Ein Segen für den Stadtkern wäre es, wenn die geplante Kita im Innenstadtbereich untergebracht werden könnte. Und sehr wichtig sei auch ein möglichst breites Schulangebot. Das alles", so Zeitler, "sind wichtige Faktoren, um der momentanen demografischen Entwicklung entgegenzuwirken." Als besonders wichtig bezeichnete es der Redner auch, "die Bedürfnisse älterer Menschen zu beachten. Das heißt unter anderem auch: Barrierefreiheit, ärztliche Grundversorgung, Tagespflege, Betreutes Wohnen". "Und ein ebenso wichtiges Thema ist der öffentliche Personennahverkehr, die Ausübung der religiösen Überzeugung, die Pflege von Traditionen und nicht zuletzt ein sinnvolles und abwechslungsreiches Freizeitangebot."

"Und die Ziele, die ich und mein Team verfolgen, sind klar: Mehr Menschen, mehr Betriebe, mehr Geschäfte, mehr Arbeitsplätze. Denn der Mensch lebt am liebsten da, wo er auch eine Arbeit findet". In diesem Zusammenhang sprach der Bürgermeisterkandidat auch das Thema Gewerbegebiete an, das in der Vergangenheit, und auch noch in Zukunft, eine große Rolle in der Entwicklung der Stadt spielen wird. Ein Dank galt an diesem Punkt allen Bürgermeistern und Stadträten der letzten Jahrzehnte, die die Notwendigkeit erkannten, hier tätig zu werden und den Weg für Firmen- Ansiedlungen frei gemacht haben.

Als "nicht optimal" bezeichnete der Redner die Situation im Bereich der Hauptstraße, er verwies deshalb auf Programme zur Städtebauförderung, durch die eine positive Entwicklung herbeigeführt werden könnte. "Denn an kreativen Menschen hat es in Windischeschenbach noch nie gemangelt, dafür sind die zahlreichen Vereine und Interessengruppen der Beweis. Windischeschenbach hat zwei Alleinstellungsmerkmale: Zum einen sind wir Hauptstadt des Zoigls und zum anderen haben wir das Geozentrum an der KTB." Hinzu komme eine wunderschöne Landschaft und ein kulturelles Angebot: Voraussetzungen für den Tourismus.

Unter der Überschrift "Was ich will" fasste der Bürgermeisterkandidat zum Schluss seine Rede in zwölf Punkten zusammen. Dazu zählten unter anderen: "Ich will, dass auch während der Woche Gaststätten und Restaurants voll sind mit Gästen. Ich will, dass es sich in Windischeschenbach wieder lohnt ein Café zu betreiben. Ich will, dass sich junge Familien in Windischeschenbach wohlfühlen. Ich will, dass Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm angeboten wird. Ich will diese Dinge mit dem Stadtrats-Team verwirklichen und das Herz von Windischeschenbach öffnen. Und ich habe mir vorgenommen, niemals einen der folgenden Sätze anzuwenden und zu sagen: "Des gäid niad. Des hom mir niard. Des hom mir scho imma so gmacht."

Text "Der neue Tag" (ab) Bild SPD-OV-W.-E.

 

 

 
 

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